Warum Nachhaltigkeit?

Damit ihr versteht, was mich am Thema Nachhaltigkeit so begeistert obwohl ich kein typischer "Öko" bin, möchte ich kurz ausholen und euch erzählen, was für mich Nachhaltigkeit bedeutet und wie ich auf das Thema gestossen bin.

 

Das erste Mal intensiv in Kontakt gekommen bin ich mit dem Thema, als ich mich entschieden habe meine Diplomarbeit über Nachhaltigkeit zu schreiben. Es ging zwar vorwiegend um nachhaltige Geldanlagen, doch als Basis muss die Nachhaltigkeit in ihrem Ursprung und ihrer Anwendung verstanden werden.

 

Ursprung: 

 

Der Begriff findet erstmals anfangs des 18. Jahrhunderts in der Forstwirtschaft Erwähnung, als das Ziel gesetzt wurde, ökonomische Erwägungen mit dem Faktor Natur in Einklang zu bringen. Die Übernutzung der Wälder infolge industriellen Holzbedarfs hat zu einer Verknappung der Holzbestände geführt. Um diesem Trend entgegenzuwirken wurde ein neues Prinzip - die nachhaltige Forstwirtschaft - entwickelt. Das bedeutet, dass nur so viele Bäume pro Jahr gefällt werden dürfen, wie in der gleichen Zeit nachwachsen. Dieses ressourcenökonomische Prinzip, welches ökonomische (maximale dauerhafte Nutzung) sowie ökologische (nachwachsen) Bedingungen kombiniert, wurde ein Vorbild für spätere Nachhaltigkeitsüberlegungen. Ziel ist es, von den Erträgen einer Substanz zu leben und nicht von der Substanz selber.

 

Dennoch: 

 

„Nachhaltigkeit ist mittlerweile einer der am häufigsten gebrauchten, aber auch häufig missbrauchten Begriffe der Gegenwart.“
(Franz Fischler, 2013)

 

Leider wird mittlerweile vieles unter dem Prädikat nachhaltig verkauft, das alles andere als nachhaltig ist. Aus meiner Erfahrung schreckt das viele Menschen ab, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen - ist doch sowieso alles Lug und Betrug!

 

Vielleicht bin ich naiv, doch ich glaube noch immer dass wir die Welt gemeinsam zu einem besseren Ort machen können. Auch wenn nicht alles 100% Nachhaltig ist - jede noch so kleine Entscheidung zu Gunsten der Nachhaltigkeit macht doch unsere Welt ein kleines bisschen besser. Und wenn wir ein Produkt kaufen, das zu 10% nachhaltig produziert wurde, ist doch das immer noch besser als ein Produkt das zu 100% der Umwelt schadet. 

Mir ist es wichtig, nicht ins Extreme zu gehen, denn ich denke das ist der Sache am wenigsten zuträglich. Ein nachhaltigeres Leben zu führen bedeutet in der heutigen Zeit viel Aufwand. Man muss Nachforschungen anstellen, Anbieter suchen, sich gar für seinen Lebensstil rechtfertigen. Doch die Arbeit lohnt sich - ich wage sogar zu behaupten, dass ein nachhaltigeres Leben langfristig glücklicher macht. Man lebt automatisch bewusster und lernt einfache Dinge mehr zu schätzen.

 

Und nochmals- nachhaltiger bedeutet für mich nicht, nur noch in Ökosandalen und Hanfkleidern rumzulaufen und keinerlei Plastik mehr zu kaufen. Nachhaltiger bedeutet für mich, mir beim nächsten Einkauf bewusst Gedanken zu machen was ich unterstützen möchte. Wenn der Entscheid dann bewusst oder aus Gründen der Einfachheit auf das Plastikteil aus China fällt, muss ich mir nicht gleich ein schlechtes Gewissen machen - beim nächsten Einkauf fällt die Entscheidung vielleicht nachhaltiger aus, und das ist doch schon viel besser als gedankenlos einzukaufen!

 

 

Da ich mich entschieden habe den Aufwand auf mich zu nehmen und Schritt für Schritt in die richtige Richtung zu gehen, möchte ich meine Erkenntnisse mit euch teilen. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, bewusste Entscheidungen einfacher zu treffen. Wenn ich nur eine Person mit meinem Blog inspirieren kann, bin ich schon sehr glücklich!

 

Das bin ich

Mein Name ist Nicole Bärtschi, ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und Stiefmutter eines Teenagers. Wenn ich nicht gerade an meinem Blog schreibe, mit meiner Familie campen oder fischen gehe, arbeite ich als Kundenbetreuerin auf einer Bank.

 

Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig- bis das Leben meiner Familie als Nachhaltig bezeichnet werden kann, ist es aber noch ein weiter Weg. 

Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleitest!