· 

Ich habe genug! Oder wie du endlich die Verantwortung für dein Leben übernimmst

Mir geht es so richtig gut. Ich bin gesund, habe eine tolle Familie, wunderbare Freunde, eine Arbeit die mir Freude macht, einen Nebenjob in dem ich meine Leidenschaft für Nachhaltigkeit ausleben kann und auch sonst so ziemlich alles was man sich wünschen kann.

Klingt super, stellt mich aber vor neue Herausforderungen die ich heute mit euch teilen möchte. Und zwar für alle, die in der gleichen Sitaution sind wie ich und auch für alle, denen es (noch) nicht so gut geht. Manche Aussagen klingen vielleicht etwas hart, sind aber stets liebevoll und für dich gemeint. Natürlich kann man mal zu jemandem sagen "das Leben ist hart und du tust mir so Leid", das ist völlig ok und tut manchmal gut. Doch irgendwann muss man wieder aus der Situation herauskommen - und das kannst du nur selber. Vielleicht mit einem liebevollen Stups, der manchmal anfangs nicht als das angesehen werden kann was er ist. Aber vertraue dem Prozess und gib dir Zeit!

 

Ich spüre im Moment oft, dass mir missgönnt wird dass es mir gut geht. Ich höre regelmässig Aussagen wie "Na du hast es ja gut, du weisst gar nicht wie schwer mein Leben ist" oder "Ja das was du tust könnte ich auch, aber ich habe xyz". Ständig wird mir unterstellt, dass es mir aus purem Glück so gut geht. Und das tut weh.

 

Niemand hat gesehen was ich durchgemacht habe und welchen Weg ich gegangen bin damit ich heute an diesem Punkt stehen. Dass es mir jetzt gut geht, sehen aber alle - und viele, die vielleicht selber gerade in einer schwierigeren Phase sind, machen es mir unterschwellig etwas zum Vorwurf. Und davon habe ich echt genug. Ich habe genug gehört, dass ich keine Ahnung von dem Leid habe, das einem im Leben wiederfahren kann. Nur weil ich nicht genau das gleiche Schicksal habe wie jemand anderes heisst es nicht, dass ich nicht auch mein Päckchen zu tragen habe.

 

Ich persönlich bin der Überzeugung, dass unsere Päckchen zwar nicht gleich schwer aussehen, gefühlt aber gleich schwer sind. Wir sind hier um wachsen zu dürfen, und wir wachsen an Herausforderungen. Jeder erhält die Herausforderungen die er meistern kann und an denen er wachsen darf. Und es ist einfach nicht fair, diese zu werten, denn wir wissen nicht wie sich die andere Person damit fühlt. Und vor allem wissen wir nicht, was die andere Person dafür getan hat, dass es ihr heute gut geht. In diesem Artikel geht es mir überhaupt nicht darum zu jammern oder Mitleid zu erhaschen, es geht mir darum aufzuzeigen warum wir Menschen so reagieren und was ich gemacht habe, um aus dieser Situation aussteigen zu können. Denn es ist möglich - aber wir müssen die Verantwortung für unser Glück und unsere Gesundheit übernehmen.

Zuerst möchte ich noch darauf eingehen, warum wir so auf Menschen reagieren, denen es gut geht. Denn jetzt, wo ich in dieser Situation bin und diese Missgunst spüre, habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht. Es ist sehr simpel: Wenn wir den anderen unterstellen, dass sie nicht so ein schlimmes Schicksal haben wie wir selber, müssen wir auch keine Verantwortung übernehmen damit es besser wird. Besser kann es den anderen gehen, aber sicher nicht mir - denn niemand hat es so schwer wie ich. So suhlen wir uns in unserem Selbstmitleid und bleiben in unserer Komfortzone - einen Anlass, an uns zu arbeiten, sehen wir nicht. Ich bin ganz sicher keine Heilige und habe viel zu lange auch genau so reagiert, daher kann ich die Reaktion gut nachvollziehen. Glücklich macht sie uns aber nicht.  Ich schreibe diesen Text, um vielleicht Dich wachrütteln zu dürfen und dir zu einem besseren und glücklicheren Leben zu verhelfen. Wenn du dort bereits bist - herzlichen Glückwunsch, dann freue ich mich sehr mit dir - ganz ohne Neid! :-) Das Leben ausserhalb der Komfortzone ist einfach so viel besser und ich wünsche mir für jeden, dass er dies erfahren darf!

 

Leider gibt es nicht ein Patentrezept, das du einfach anwenden kannst und dann geht es dir sofort besser. Ich kann dir einige Tools verraten, die dir sofort etwas helfen, aber der ganze Prozess braucht etwas Zeit um wirken zu können.

Ich persönlich bin seit über 10 Jahren in diesem Prozess (soviel zu du hast ja keine Ahnung wie schwer es ist :-) ). Es kann aber sehr viel schneller gehen, wenn du nicht wie ich zuerst das Gefühl hast, dir alles selber beibringen zu können. Es gibt kein richtig und kein falsch - suche dir deinen Weg, der für dich passt, und lasse dich nicht davon abbringen. Und suche dir jemanden, der bereits dort ist wo du hin möchtest, einen Mentor. Das beschleunigt den Prozess extrem und hilft dir, dranzubleiben auch wenn es zwischendrin hart ist. 

 

Ich habe dir hier einige Tipps und Motivationen zusammengestellt, die mir am Besten geholfen haben und mich auch jetzt immer wieder in meine Kraft bringen - mein Weg ist noch lange nicht zu Ende:

 

- Denke immer daran: Das Leben ist für dich! Es will das Beste für dich- du musst es aber zulassen können, was zugegebernermassen nicht ganz einfach ist und auch gelernt werden darf. Bleib dran, es darf leicht sein!

 

- Höre inspirierende Podcasts oder Hörbücher, die dich motivieren und persönlich weiterbringen. Natürlich kannst du auch die entsprechenden Bücher lesen, oder beides kombinieren.

 

- Gehe an die frische Luft, am Besten in den Wald. Tönt simpel, ist aber echt effektiv und hilft mir immer sehr schnell wieder in meine Kraft zu kommen.

 

- Atme! Auch das tönt sehr simpel, denn wir atmen ja sowieso den ganzen Tag. Leider haben die meisten von uns verlernt, RICHTIG zu atmen. Wir atmen sehr oberflächlich, dabei ist der Atem unser wichtigstes Werkzeug. Es gibt viele Atemtechniken, doch zu beginn reicht es, mal einige Male tief ein- und auszuatmen. Probiere es wirklich mal ein paar Tage regelmässig und du wirst sehen, welche Wirkung dies auf dein Wohlbefinden hat.

 

- Wenn du zu Angst- oder Panikattaken neigst, probiere mal die Klopftechnik EFT aus (z.B. nach der Anleitung von Laura Seiler: https://www.youtube.com/watch?v=c9q9kGR4g8I). Diese Technik hilft auch, wenn du Angst vor einer Situation hast und diese schnell loswerden möchtest, wie z.B. wenn du vor Menschen sprechen sollst.

 

- Träume gross! Was soll denn schon passieren? Schlimmstenfalls erreichst du Ziele, von denen du niemals gedacht hättest das das möglich ist! ;-) Und wenn am Anfang mal etwas nicht klappen sollte - dann bist du einfach gleich weit wie vorher. Erstelle ein Visionboard und schreibe deine grössten Wünsche auf, klebe Bilder darauf, bringe deine Träume auf Papier - denn das ist der erste Schritt der Manifestation.

 

- Wir leben im Durchschnitt ca. 27'375 Tage - wir haben nicht ewig Zeit, also machen wir doch HEUTE das Bestmögliche daraus!

 

- Und das wichtigste: Liebe dich selbst und habe Vertrauen in dich und in deinen Körper! Auch das braucht bei vielen etwas Zeit und Übung. Eine wunderbare Übung, die ich auch von Laura Seiler gelernt habe, ist die Spiegelübung. Anfangs fühlst du dich vermutlich etwas komisch, aber probiere sie mal aus :-) Stelle dich vor einen Spiegel, schaue dir in die Augen und sage folgendes zu dir:

"Dein Name", ich bin stolz auf dich weil ... (setze etwas ein, auf das du heute stolz bist)

"Dein Name", ich vergebe dir dass.... (setzte etwas ein, dass du dir heute vergeben möchtest)

"Dein Name", ich liebe dich

Die Übung ist sehr kraftvoll und ich verspreche dir, es wird bald weniger komisch sein :-)

 

Mir ist durchaus bewusst, dass ich dir mit diesen Punkten nichts neues erzähle. Aber mal Hand aufs Herz: Wie viel davon hast du effektiv schon umgesetzt? Bei mir war es lange so, dass ich zwar sehr vieles wusste und viele Tools kannte - sie aber nicht umgesetzt habe. Einfach weil.... Keine Ahnung warum. Irgendwann habe ich mir gesagt, dass ich mich ja nicht beklagen kann dass es mir nicht gut geht und ich all die tollen Tipps, die ich von meinen Mentoren erhalten habe, nicht umsetze. Also habe ich alles ausprobiert, auch wenn es mir anfangs schwer fiel - und siehe da, die grosse Überraschung: Es hilft wirklich :-)

 

Das ist meine Bitte an dich: Wenn du ein Thema hast, das du los haben möchtest und eigentlich wüsstest, wie du dies erreichen könntest, jemanden kennst der dir helfen kann oder gar einen der oben erwähnnten Punkten dich anspricht: TUE ES! Mach es einfach, es kann dir nichts schlimmes passieren - aber es kann dir so viel besser gehen!

 

Alles Liebe für dich.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das bin ich

Mein Name ist Nicole Bärtschi, ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und Stiefmutter eines Teenagers. Wenn ich nicht gerade an meinem Blog schreibe, mit meiner Familie campen oder fischen gehe, arbeite ich als Kundenbetreuerin auf einer Bank.

 

Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig- bis das Leben meiner Familie als Nachhaltig bezeichnet werden kann, ist es aber noch ein weiter Weg. 

Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleitest!